Lage: N43°23.09 W08°24.24
Seekarte: Fl(4)20s106m23M
Beudeutung: 4 Blitze, alle 20 Sekunden, 106 Meter über mittlerer Meereshöhe, man sieht das Licht bei Normalsicht aus 23 Seemeilen (= 42,6 km)
The Lighthouse Story I
Beim Torre de Hercules in A Coruña: Wo mein Abenteuer eine ganz neue Richtung einschlug
Ja, es ist wirklich der älteste, immer noch aktive Leuchtturm der Welt. Die Römer haben den ersten Turm dort im 2. Jahrhundert erbaut. Wenn man da oben steht, spürt man die wilde Kraft des Atlantiks und der Biskaya förmlich – kein Wunder, dass dieses Licht für Seefahrer über viele Jahrunderte oft die Rettung bedeutete.
Für mich persönlich wurde A Coruña im Jahr 2023 zu einem ganz besonderen Erlebnis.
Die Zwangspause
Eigentlich war ich mit einer deutschen Crew auf einem Meilentörn von Porto nach Brest unterwegs. Mein Ziel: Die 1000 Seemeilen für die Hochseelizenz vollmachen. Doch dann der Schock kurz vor der Überquerung der Biskaya: Viel Salzwasser in der Bilge!
Die Pumpe stotterte, und das Wasser von Hand auszuschöpfen, ist bei schwerem Seegang und anstehenden Nachtfahrten kein Vergnügen. Also: Kursänderung – zurück zur nächsten Werft – nach A Coruña.
„Mañana, mañana“ und neue Freundschaften
Dort lernten wir die spanische Gelassenheit kennen. „Mañana, mañana“ war das Motto, oder: warten - warten. Während unser Schiff, die AVALON, auf dem Trockenen lag (siehe Fotos!) und die Kielbolzen abgedichtet wurden, rann mir die Ferienzeit davon. Am Ende musste ich die Crew schweren Herzens vorzeitig verlassen.
Aber jenes Unglück hatte sein Gutes: In dieser Zeit habe ich Lukas und Sarah-Lynn kennengelernt. Aus dieser Bekanntschaft in der Crew sind enge Freunde geworden, mit denen Irene&ich inzwischen einige Törns und Urlaube erlebten.
Ein Geistesblitz im Hafen
Das Beste kam aber zum Schluss: Im Hafen von Coruña entdeckte ich kleine Segelschiffe, die mit speziellen Schalensitzen für Menschen mit Beeinträchtigung ausgestattet waren. Zu sehen, wie sie fast täglich aufs offene Meer hinaussegelten, hat mich tief bewegt.
Mein erster Gedanke: „Das brauchen wir in der Schweiz auch!“
Dieses Erlebnis war der Grundstein für unser Projekt in Luzern: Segeln für alle. Inspiriert und unterstützt hat uns dabei auch der Verein Sailability aus Arbon am Bodensee, die das schon seit 20 Jahren fantastisch praktizieren.
So hat ein Leck im Boot am Ende etwas richtig Grosses ins Rollen gebracht!















